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Verhinderung einer Besichtigung kann Kündigung rechtfertigen

Verweigern Mieter*innen einer Wohnung ohne ausreichenden Grund immer wieder deren Besichtigung, obwohl ein berechtigter Anspruch darauf vorliegt, kann dies die außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses begründen.  

Dies hat zumindest das Amtsgericht München in einem Fall entschieden, in dem mieterseits sowohl vor und auch nach dem Verkauf der Wohnung sämtliche Besichtigungstermine verhindert wurden (AG München, Urteil vom 26.08.2021 - Az.: 474 C 4123/21).

Für eine Wohnungsbesichtigung bedarf es immer eines besonderen Grundes.

Nach dem Kauf der Wohnung wollten die neuen Vermieter*innen in dem Fall die Wohnung besichtigen, um den Zustand der Wohnung bewerten zu können und dies auch für die finanzierende Bank zu ermöglichen. Hierzu waren insgesamt acht Termine vereinbart worden, wovon keiner zustande kam. Daher wurde nach vorheriger Abmahnung die außerordentliche Kündigung ausgesprochen.

Die Mietpartei hatte zwar verschiedene Gründe angegeben, warum die Termine nicht wahrgenommen werden konnten, diese konnten vor Gericht jedoch nicht ausreichend belegt werden.

Mehr zur Frage, wann eine Abmahnung sinnvoll ist und wann Kündigungsgrund vorliegt, erfahren Sie in unserem Webinar „Abmahnung als Chance – Kündigung als Ausweg“.